Damn the Dam -

Der Amazonas ist mit Abstand der wasserreichste Fluss der Erde und fließt in Nordamerika durch den tropischen Regenwald - der größte noch verbliebene Wald. Er besteht aus einem Geflecht mehrerer Flussarme, die sich über das gesamte Land ausbreiten. An einem dieser Arme - dem Rio Tapajòs - ist jetzt ein riesiges Projekt geplant: Fünf Staudämme, von denen der größte zwei mal so groß wie München sein wird, sollen zur Stromgewinnung gebaut werden. 

Ein schöner Weg Energie zu gewinnen sollte man denken, allerdings geht das Projekt auf Kosten anderer! Es werden dazu nicht nur große Teile des Regenwaldes weichen müssen und damit auch viele Tiere - unter anderem bedrohte Arten - zurückgedrängt, sondern auch eines der seltenen indigenen Völker lebt bisher am Rand des Rio Tapajòs. Für die Munduruku ist diese Gegend ihre Heimat. Sie leben hier am letzten unberührtem Nebenfluss im Einklang mit der Natur, doch für das Großprojekt sollen sie mit all ihren Dörfern umgesiedelt werden. Des weiteren würde die Erschließung des Nebenflusses auch den Weg für illegalen Waldraub ebnen und den Waldbestand unserer Erde in Gefahr bringen. 

Zusammen mit den Munduruku protestiert Greenpeace gegen das Entstehen der Staudämme und richtet sich damit speziell an die Firma Siemens, denn diese plant zur Zeit, das Projekt mit den für die Staudämme nötigen Turbinen zu unterstützen.  Wir von Greenpeace und die indigenen Völker fordern, dass Fluss und Urwald mitsamt seiner menschlichen und tierischen Bewohner geschützt werden und dass Siemens von der Unterstützung eines solchen Projektes zurück tritt!

 

Wir von Greenpeace Aschaffenburg haben gestern auch unseren Teil dazu beigetragen und haben vor dem Park Schöntal über das Amazonas-Projekt informiert und Postkarten an Siemens unterschreiben lassen, in denen wir genau darum bitten. Wir konnten alle unsere Postkarten unterschreiben lassen - ein voller Erfolg, Danke !!